Fast grenzt es an ein Wunder, wir haben unsere USA-Visen doch noch gekriegt. Zwar sind es lediglich erweiterte Besucher-Visa, aber da unser Aufenthalt nicht mehr als sechs Monate dauern soll, reicht dies ja - hoffentlich  Ein schönes Stück Arbeit war es schon, die Formulare wollten und wollten kein Ende nehmen. Schlimm war es vor allem für Christian. Das Feld mit der Auflistung aller Länder, die er in den letzten zehn Jahren besucht hatte, war eindeutig viel zu klein dimensioniert. Ein wenig mulmig war es auch, im Feld 'Militärdienst' anzugeben, dass er über zehn Jahre in der Armee gedient und darüberhinaus als Mitglied einer Panzerbesatzung einiges an einschlägiger Ausbildung vorzuweisen hat. Zum Glück sind die Amis ja alles Waffennarren und so war dies denn weiter auch kein Hindernis. Zuerst mussten wir uns einer gründlichen Kontrolle unterziehen. Da wurden uns der Computer, eine CD-Rom, einen Zirkel, Haarspray und Handy abgenommen. Dies ist alles nicht erlaubt in der Botschaft. Nachdem wir "entwaffnet" wurden, mussten wir durch einen Scanner durch. Bei Chregu kein Problem, doch bei mir hat es gepiepst - wegen meines Piercings, doch zum Glück hat er meine Begründung gleich akzeptiert und ich musste mich nicht genauer abtasten lassen - Glück gehabt. Nach dieser gründlichen Kontrolle konnten wir in das Hauptgebäude eintreten und eine Nummern ziehen. Nun fing die Warterei an. Nach einer Zeit wurden wir aufgerufen und ein Beamter kontrollierte unsere Formulare, damit es beim Konsul dann schneller ginge und der sich nicht auch noch um dies kümmern muss. Danach mussten wir noch einmal warten, bis uns der Konsul aufrief. Es war denn eine ziemlich spezielle Befragung. Er wollte einen Brief sehen, warum wir nach Amerika gehen wollen. Da ich das Mäppchen mit allen Unterlagen hatte, reichte ich ihm das gewünschte Schreiben. Warum ICH aber dies hätte und nicht Christian? Dann mussten wir drei Briefumschläge ausfüllen und man nimmt dabei an, dass auf jeden Briefumschlag einen Name muss, darauf wurden wir gefragt, warum nicht überall Chregu`s Name steht. Schliesslich sei doch er das Familienoberhaupt. Auf die Frage, wie oft wir den Visabetrag einbezahlt hätten, getraute ich mich dann gar nichts mehr zu sagen. Ich fand es ziemlich mühsam und verstand diese Fragen nicht. Was soll diese Art von Fragen? Ich weiss ja, das Christian das Geld verdient, dass heisst aber doch noch lange nicht, dass ich nicht zu den Papieren schauen kann  Ich habe auch so ein Problem, dass ich hier keinen Job gefunden habe und nicht mein eigenes Geld verdienen kann, muss ich mich dann noch von jedem fertig machen lassen? Ich war sehr wütend, als wir aus der Botschaft kamen. Heute bin ich aber schon wieder ein wenig versöhnt, denn die Visa lagen schon heute in dem Briefkasten. Wenigstens etwas! Doch wir werden nicht gleich aufbrechen, zuerst soll für uns alles in Ordnung gamacht werden, damit wir nicht nochmal das Gleich erleben wie beim Umzug von der Schweiz hierher. Wir werden weiter berichten...
Gestern war ein lustiger Tag. Zuerst waren wir beim Frisör um uns zu verschönern. Hmmm, was soll ich sagen, ich hab nun eine "Blondine" zu Hause. Ja, ihr habt richtig gelesen, Chregu hat nun blonde Haare. Da muss ich mich zuerst noch kräftig daran gewöhnen. Auch ich hab wieder ein paar Farben im Haar, doch wie immer: rot.
Am Abend hab ich dann noch die Jeans für Chregu fertig gemacht, damit ich mal eine mehr abhaken kann, da stehen die Leute ja im Moment total drauf und ich werde noch einige machen müssen, es ist ja auch schön, kein Zweifel. Also das war meine erste Herrenjeans. Chregu musste mir immer zeigen wo ich das nächste Stickmotiv platzieren soll und hat sich auch die Farbe des Stickgarnes selber ausgesucht. Es hat total viel Spass gemacht und ich denke, dass ich mich nun an die nächste wagen kann - gell Michi...
So, nun muss ich aber Schluss machen, mein Englischlehrer kommt bald und ich muss mich noch ein wenig vorbereiten. Bis bald
Es ist Zeit, Euch heute meinen Lieblings-Comic vorzustellen. Hellboy
Hellboy hat eine eigentümliche Geschichte. Eigentlich ist er eine Art Dämon, beschworen von einem irdischen Hexer und auf die Erde gesandt von Mächten, die sich von ihm die Unterwerfung der gesamten Welt erhofften. Durch die Erziehung seines irdischen Adoptiv-Vaters fand er sich aber nie in der ihm zugewiesenen Rolle. Stattdessen arbeitet er heute in einer staatlichen Geheim-Organisation, die sich die Erforschung übernatürlicher Phänomene und der Bekämpfung dunkler Mächte verschrieben hat.
Hellboy erlebt skurrile und unheimliche Abenteuer, bei denen er es meist mit Geistern, Dämonen und anderen unangenehmen Zeitgenossen zu tun hat. Meist setzt er sich erst durch den Einsatz seiner steinernen, rechten Hand - ein wirklich durchschlagendes Argument - durch. Allerdings meist auch erst nachdem er tüchtig Prügel bezogen hat. Neben den schaurig schönen Geschichten überzeugt aber in erster Linie der beeindruckend einfache und klare Strich des Zeichners Mike Minola. Zusammen mit einer plakativen und eindrücklichen Farbgebung schaffen die harten schwarz-weiss Konstraste mit einem hohen Anteil Tusche ein visuelles Universum, das einem kaum mehr loslässt. Hellboy ist in den USA so populär, dass es neben der ursprünglichen Serie auch weitere Ableger gab, von denen aber nur 'B.P.R.D.' auch heute noch fortgeführt wird. Ein weiteres Zeichen der Popularität der Figur ist die Verfilmung mit Ron Perlman in der Hauptrolle. Da die Rechte an der Figur 'Hellboy' beim Zeichner Mike Mignola liegen, konnte er für sich das Recht aushandeln, dem Film seinen Stempel aufzudrücken, was diesem nur gut getan hat. Eine Fortsetzung soll auch schon in Arbeit sein. Wer gerne das Hellboy Universum erkunden möchte, kann dies bequem online tun: Hellboy Online-Comics
Meine Tochter hat sich diesen Stoff in Amerika ausgesucht. Sie war so begeistert wie ich, von all den Disneystöffchen. Zu Hause angelangt, schaute sie meine Schnittmuster durch und meinte, dass es das Oliviakleid von Farbenmix werden müsse.
Das Unterkleid wurde aus einem orangenen Nicki genäht und die Bambischürze ist mit einem Stoff gefüttert, damit sie das Kleid auch im Winter anziehen kann. Der Nickistoff hatte ein kleines Loch, so dass die Beuteltasche am Bauch ein Bügelbild erhielt, doch das sieht man ja nicht. Damit wieder alles zusammen passt und ein Uebergang zwischen den Stoffen besteht, hab ich eine orange Wellenlinie - imitiert an den welligen Farbübergängen auf dem Bambistoff - gemacht und mit einem Blumenband verziehrt. Die Knöpfe sind die gleichen Blumen wie auf dem Blumenband - auch in den Farben rot/himbeer und orange. Zum Glück habe ich so viel Nähzubehör in den USA gekauft - da gibt es einfach eine viel grössere Auswahl als hier! *schwärm* Meine Tochter fühlt sich sichtlich wohl in dem Kleid und hat auch schon bald gemerkt, dass es richtig gut fliegt - sie sagt dazu: Wellen machen *lach*.
Heutzutage scheint die Wahl des Betriebssystems auf dem heimischen Rechner ja schon fast der Entscheidung über die eigenen Religionszugehörigkeit zu gleichen. Der Eifer, mit dem die Verfechter des einen oder anderen 'OS' sich gegenseitig bekämpfen nimmt denn auch oft Züge an, die denen religiöser Fundamentalisten erschreckend ähneln. Wieso eigentlich? Spielt die Wahl eines Betriebssysteme den wirklich eine so grosse Rolle? Rein objektive betrachtet wohl eher nicht. Die Zeiten, da sich unterschiedliche Systeme partout nicht vertragen wollten, sind vorbei. Jedes Betriebssystem, das etwas auf sich hält, hat sich längst dem Thema 'Interoperabilität' verschrieben. Protokolle für den Netzwerkverkehr und Server-Dienste sind längst standardisiert und harmonieren prächtig. Daran kann es ja wohl nicht liegen. Woran denn sonst? Ach ja, 'Kompatibilität' ist das grosse Thema und wird immer wieder gerne als Argument für oder wider das eine oder andere System ins Feld geführt. Gemeint ist damit eigentlich die Kompatilität der Dateiformate. Die meisten Leute - IT Spezialisten eingeschlossen - meinen damit aber meist etwas anderes, nämlich die Frage, ob denn ihre Lieblings-Applikation auf dem gesuchten Betriebssystem verfügbar ist, oder nicht. Ist aber dies wirklich das entscheidende Kriterium? Spielt es eine Rolle, ob mein 'MS Word' wirklich unter Linux läuft?
Eigentlich liegt die entscheidende Frage doch darin: kann ich unter Betriebssystems 'x' meine Daten weiter verwenden oder nicht? Diese Frage lässt sich durch das Betriebssystem alleine nicht mehr beantworten. Vielmehr ist das Zusammenspiel von Betriebssystem und Applikation massgebend. Genau hier liegt aber der Hase im Pfeffer. Hier liegt der springende Punkt, den Anbieter proprietärer Systeme gnadenlos ausnutzen können. Haben Sie schon mal versucht, ein MS Windows Betriebssystem aufzurüsten, ohne die Applikations-Software neu zu installieren oder sogar neu kaufen zu müssen?
Die Zeit ist reif für eine neue Diskussion, nämlich die Frage der Formate, in denen Informationen abgelegt werden. Lassen wir die unnötige Diskussion über das 'richtige' Betriebssystem und stellen wir uns der Herausforderung, was denn die 'richtigen' Dateiformate seien. ? Haben Sie schon mal ein zehn Jahre altest 'Word' Dokument öffnen können und sah es danach überhaupt noch so aus, wie damals? Wenn Sie wie ich die Erfahrung gemacht haben, dass Dokumente sich nur in dem Programm sauber bearbeiten lassen, in dem sie erstellt wurden, dann ist es Zeit, die Speicherung unserer Informationen neu zu organisieren. Der Kampf der Betriebssysteme war gestern, das Gerangel um die Dateiformate der Zukunft hat begonnen!
Nachdem am Samstag wieder einmal mehr in München o'zapft wurde, dachten meine Schwester und ich, dass es eine gute Gelegenheit wäre um unseren zwei Mäusen mal wieder ein schönes Dirndl zu nähen. Nachdem wir diesen Entschluss gefasst hatten gingen wir in den Karstadt und kauften uns diese Stoffe. Der Dunkelblaue ist ein fester Baumwollstoff, der Pinke ist ein Jacquard und der Karierte eine leichte Baumwolle. Zu Hause wurden die Stoffe auch gleich gewaschen und dann konnte es los gehen. Wir arbeiteten den ganzen Freitag an den Kleidern und am Samstagmorgen waren dann beide fertig.
Die beiden waren super süss zum Anschauen und ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Tatatara - so sahen die beiden aus: Sie kriegten sehr viele Komplimente in der Stadt und liefen rum wie zwei stolze Prinzessinnen. Die Kleider sind beiden noch ein wenig zu lange und auch zu weit, doch da wachsen sie noch rein - und können die Kleider länger tragen. Am Sonntag haben die beiden die (dreckigen) Kleider gleich nochmals angezogen - sie fühlten sich richtig wohl drin. Ach ja, der Schnitt ist von Burda (9755). Doch ich habe abgeändert - Das Oberteil hat anstatt Knöpfe einen nahtverdeckten Reissverschluss und wurde zusätzlich gefüttert, so dass das Innenleben schöner ausschaut.
Seit Sonntagnachmittag haben wir Besuch von meiner Schwester aus der Schweiz. Da es hier ein sehr warmer Spätsommer geworden ist, geniessen wir das Wetter und sind oft draussen. Am Sonntagnachmittag waren wir auf der Wies'n. Die Wies'n ist eine Art Grosse "Kilbi". Zaubermaus war reiten und auf dem Kettenkarussel, dass hat ihr sehr Spass gemacht und sie strahlte über's ganze Gesicht.
Am Montag waren wir in der Stadt, da wir Stoff suchen, doch leider fanden wir nicht das Passende. Dafür gingen wir mit Christian fein essen. Am Dienstag ging die Suche dann weiter. Wir fuhren nach Prien raus und fanden da einen netten Stoffladen, doch leider hatte sie nicht das Passende da. Danach entschieden wir uns nach Wasserburg am Inn zu fahren. Das ist eine nette kleine Stadt mit alten Häusern, engen Gässchen und eine super Atmosphäre. Ich mag dieses Städchen - schwärm. Auch da fanden wir einen schönen Stoffladen, doch auch dieses Mal nichts, was wir haben wollen. Dafür fanden wir ein leckeres und super schön gelegenes Restaurant. Roswitha würde jetzt etwa sieben Seiten über ihr Essen schreiben, denn es hat ihr sehr geschmeckt. Auf dem nach Hauseweg fuhren wir in Rott am Inn vorbei, da gibt es eine leckere Confiserie. Die machen alle Pralinen selber. Da mussten wir gleich reinschauen und für jeden etwas feines kaufen - lecker, lecker... Gerne würd ich da mal die "Fabrik" anschauen, doch da muss man 10 Leute sein. Soviel kenn ich hier nicht - schade.
Hallo zusammen Damit ich den Blog ein wenig besser lerne, möchte ich noch einige Dinge ausprobieren. Hmm, was soll ich den nur erzählen. Also eigentlich weiss ich gar nichts, heute ist bis anhin noch gar nichts spezielles geschehen. Doch ich bin mächtig stolz auf meinen Mann und dass er es so super mit dem Blog hingekriegt hat. Danke mein Tiger!!
Hey, cool das geht ja wie am Schnürchen... Im Februar durfte ich mit Ursi ein Kaffeeseminar besuchen, da haben wir mächtig viel über Kaffee gelernt und lernten an der Maschine eine schöne Tasse Kaffee zu machen. Das hat uns so viel Spass gemacht, dass sie uns schon fast rauswerfen mussten, da wir uns einfach nicht von der Kaffeemaschine trennen konnten.
Im Kurs rösteten wir sogar noch selber Kaffee mit einer alten Röstmaschine von anno dazumal. Während des Röstens schauten wir uns die verschiedenen Röststadien an (siehe Foto), sieht es nicht lecker aus. Och, da kriegt man gleich wieder Lust auf eine feine Tasse Kaffe. Leider ist das hier in Deutschland eine rare Sache. Da müssen wir immer nach Hause gehen, wenn wir eine feine Tasse geniessen wollen...
Oh, super jetzt kann ich euch endlich erzählen, was ich so den lieben langen Tag mache. Ein herzliches Dakeschön an meinen Schatz, dass er so viele von meinen Vorstellungen (bzg. unserer Homepage) realisiert. Einen dicken Knutsch an dich, mein Schatz! - Danke!!! Ich freue mich riesig über euren Besuch!
eure Angy
Jetzt geht's los! Endlich läuft er - mein persönlicher, privater Blog. 'serendipity' heisst das Zauberwort (siehe www.s9y.org). Damit brechen für 'knuddeltiger' neue Zeiten an! Viel Spass! Christian
|