Bevor ich morgen auf dieses Schiff hier gehe (nein, nicht für Urlaub, sondern um zu Arbeiten), wollte ich unbedingt noch etwas für meine Tochter fertig machen - sie soll ja an Mami denken, wenn diese nicht da ist. Wir entschieden uns für die Kim Possible Kombination. Für die Hose habe ich stundenlang gestickt, oder besser meine Nähmaschine. Die Motive hat mir Christian digitalisiert - Danke Schatz, du bist der Beste!! Da die Hose cool sein muss (Auftrag von Zaubermaus) durfte nur gestickt werden, ohne Getüddel, doch die schwarzen Paspelstreifen an Hosentasche und Po lagen gerade noch so drin. Danke Zaubermaus
Die Idee für ein passendes Shirt musst noch geboren werden. Da ich bei Jersey immer noch sehr unsicher bin und es oftmals noch nicht klappt mit den Stickereien, wollte ich auf keinen Fall das zugeschnittene Vorderteil besticken. So nahm ich ein Stück grauen Jersey und stickte da drauf. Leider ging es beim ersten Versuch nicht und ich pfefferte das Teil in die Ecke. Meinen sündhaft teuren und butterweichen Jersey aus New York wollte ich nicht einfach für den Müll "opfern".
Darauf folgten zwei Überlegtage - wenn etwas nicht klappt wie ich es will, überlege ich mir immer warum dies so ist und an was es liegt. Zwei Tage später kam der Geistesblitz. Also spannte ich nochmals ein und nahm die Fadenspannung um drei Punkte runter und unterlegt das ganze noch mit Jersey-Stickvlies; keine Ahnung ob das so heisst, doch es ist extra dafür gemacht. Auf einer Seite ist das Vlies ziemlich rutschig und auf der anderen Seite "vliesig". Obendrauf kam noch eine Lage Avalon zum Auswaschen, da der Jersey butterweich ist und der Stickfaden sonst verschwunden wäre... Die Freude war gross - so ein tolles Stickbild hat es schon lange nicht mehr gegeben. Ich glaube ich muss mehr mit der Fadenspannung spielen... 
Gut, nun war fertig gestickt, doch wie soll ich nun diesen Fetzen Jersey auf das Shirt bringen, ohne dass es doof aussieht. Schon während des Stickens entwickelten meine Hirnwindungen eine Idee. Sieht selber was ich gemacht habe: (Kommentare erwünscht!)
 | Zuerst habe ich den Stofffetzen unter das Vorderteil des Shirtes gesteckt, und die Schrift gestickt, somit war es schon mal fixiert. Danach habe ich mit grossen Stichen geheftet so sah ich von der richtigen Seite auch gleich wo ich nähen muss, damit es ungefähr mit der Stickerei hinkommt. |
 | Danach wieder ein Stück Avalon oben drauf und mit einem schmalen Zickzackstich neben meiner Heftnaht genäht. Nun fand Zaubermaus, sie wolle das Shirt nicht mehr haben, denn Kim sieht man ja gar nicht!!!! Sie wolle ein neues Shirt und zwar eines, wo man die Kim auch sieht. Ich habe nur gelacht, die Schere genommen und todesmutig den schwarzen Jersey rausgeschnippelt (mit einer Saumzugabe von ungefähr einem cm). Danach war sie wieder zufrieden und wünschte sich nur noch einen Wellensaum ans Shirt. Nach dem Waschen rollt sich der Rand auf, was einen tollen Effekt gibt. |
 | Tja, und dann fehlten nur noch die tollen Fotos. Es musste sofort der KP Ball und das Spy-Game her. Nur damit sieht man aus wie eine richtig Kim Possible. Sie freute sich riesig über ihr neues Outfit und trug es sehr stolz... doch dann wurde man von... | |
 | ...Papi geärgert und so musste man kurz böse schauen. Nein, SO WAS lässt sich die coole Kim Possible - äh entschuldigung KP (bitte englisch aussprechen, um auch wirklich cool zu sein *lach*) nicht gefallen!!!! |
 | Aber zum Glück können wir nicht lang böse sein und so gab es noch ein Foto von der Rückseite Nach dem Fotoshooting musste noch eingekauft werden. Im Migros gab es dann super viele Komplimente von Jung und Alt für die tolle Hose. Sogar ein Teenie (Junge) fand die Hose cool. Ja, dann hab ich mal Glück gehabt. | | | | | | | |